Rückblick auf das Klimapilgern

„Klimaschutz konkret“ – so war die Veranstaltung überschrieben, die am 13. Oktober ab 15 Uhr in der Lengericher Gempthalle den Rahmen für die erste westfälische Etappe des Pilgerweges für Klimagerechtigkeit bildete.






Viele Initiativen, Organisationen, Kommunen und Firmen im Kreis Steinfurt sind bereits sehr aktiv im Klimaschutz unterwegs und haben ganz unterschiedliche Ansätze – sei es Musik, die ohne Strom gespielt wird, die Verwendung natürlicher Materialien bei der Hausdämmung, Bildungsmaßnahmen im Bereich Umweltschutz, das Angebot der Energieberatung oder die Klimaschutzkollekte der Kirchen – wie beim Pilgern, so führen auch im Klimaschutz viele kleine Schritte zum großen Ziel.

Dass auch die verschiedenen Kirchen nun eindeutig Stellung für die umfassende Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Gottes Schöpfung beziehen, wurde im Verlaufe des Abends bei den Grußworten klar. Stellvertretend für die verschiedenen Redner sei hier Dr. Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), zitiert: „Noch nie gab es eine so starke gemeinsame Haltung aller christlichen Kirchen in einer so wichtigen Frage – ein großes Hoffnungszeichen“.

Mit einem schmackhaften und kommunikativen Abendessen aus vorwiegend regionalen Produkten und einem schwedischen Reisesegen fand die Veranstaltung ein gemütliches Ende.

Auch aus Lienen und Kattenvenne sind einige Pilger von Hasbergen nach Lengerich dabei gewesen. Hier bekommen wir einige O-Töne nach dem ereignisreichen Tag:

„Mich hat beeindruckt, dass einige so weit mitgegangen sind. Auch die Grußworte in der Gempthalle sind mir unter die Haut gegangen, vor allem die Gegenüberstellung, die Dr. H. Bedford-Strohm aufzeigte: Wer produziert so viele Treibhausgase und wer leidet darunter. Die Vielfalt der Darstellungen und Diskussionen war sehr anregend,“ berichtet Marlies Spieker.

„Mich haben die 3 Andachten, die ich an diesem Tag mitgefeiert habe, sehr berührt. Es war schön, wie schnell auf dem Weg eine Gemeinschaft spürbar wurde. Gerne wäre ich weiter mitgelaufen, vor allem nach der Erfahrung, dass Kirche wie ein Schutzraum sein kann, auch nur, weil es gerade in Strömen gießt“, so Susanne Holtkamp.

„Mich hat gefreut, dass die TeilnehmerInnen so zufrieden waren und sich auf dem Weg unterschiedliche Organisationen und Privatpersonen so toll eingebracht haben. Beispielhaft seien hier die Ev. Gemeinden in Hasbergen und Leeden und die Ledder Werkstätten auf dem Hof Stapenhorst genannt. Ich habe auch noch einmal neue Erfahrungen in der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und kirchlichen Institutionen gemacht“, Rudolf Holtkamp.

„Es war ein schöner Tag, auch wenn es draußen für die Jahreszeit doch schon sehr „frisch“ war, aber das hat nur dazu geführt, dass wir schneller gelaufen sind um warm zu werden. In Leeden angekommen sind wir außerordentlich freundlich begrüßt und bewirtet worden. Alle Personen, mit denen ich Kontakt hatte, waren nette und gut gelaunte Leute“, Friedel Stegemann.

„Anregende Gespräche, einen Weg in der Natur zurücklegen, Andachten, all das tut gut. Besonders beeindruckt haben uns die Grußworte, die in der Gemthalle gesprochen wurden. Sie brachten Gottes Ziel mit seiner Schöpfung und unsere Schöpfungsverantwortung sehr deutlich zum Ausdruck.“

Anja Oetmann-Mennen,
Verena Westermann

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