Zusammenrücken und improvisieren

Familienzentrum Lienen

Kinder, Erzieherinnen und Eltern hatten sich schon darauf gefreut: Am letzten Sonntag im September sollte das Jubiläum des Familienzentrums am Merschweg gefeiert werden. Doch nun ist das Gebäude leer geräumt!

Dass die Fassade an der Südseite saniert werden musste, war allen bekannt und auch geplant. Dies hätte auch während des laufenden Betriebs stattfinden können. Aber dann kam das Unwetter des 23. Juni! Die großen Regenmengen und das Schmelzwasser der riesigen Hagelkörner haben den gesamten Fußbodenbereich des Gebäudes geschädigt. Das ganze Ausmaß der angerichteten Schäden trat aber erst nach und nach zu Tage. Bald nach dem Beginn der Sanierungsmaßnahmen wurde erkennbar, dass die Arbeiten in den Kindergartenferien nicht abgeschlossen werden konnten.

Und nun? Kurz vor Ende der Ferien war klar, dass es mit der Ausquartierung einer Gruppe, wie zunächst angenommen, nicht getan war, und für vier weitere Gruppen musste ganz schnell eine Unterkunft gefunden werden.

Die Kirchengemeinde hat die beiden Saalhälften des Gemeindehauses für zwei Kindergartengruppen zur Verfügung gestellt. Nur in diesen Räumlichkeiten der Kirchengemeinde lässt sich ein einigermaßen normaler Kindergartenbetrieb realisieren. Auch für die Leiterin, Frau Doering, konnte hier inzwischen eine Art Büro im Kopierraum hergerichtet werden. Die übrigen Gruppen wurden im Regenbogen-Kindergarten, im Kattenvenner Kindergarten und im Zwergenland untergebracht. Unser Dank gilt den Angestellten dieser Einrichtungen, denn ohne ihre große Kooperationsbereitschaft wäre es unmöglich gewesen, den Kindergartenbetrieb fortzuführen.

Für die Kirchengemeinde bedeuten diese Veränderungen, dass die gewohnten Gruppentreffen und Gemeindeveranstaltungen zumindest bis Ende des Jahres nicht wie üblich im Saal des Gemeindehauses stattfinden können. Alternativen müssen gesucht werden. Wir hoffen, dass alle Betroffenen inzwischen eine andere, vorübergehende Bleibe gefunden haben, sei es in dem einen, noch verbleibenden, kleinen Raum im Gemeindehaus, im Keller, im Kirchsaal, in der Hauptschule, im ehemaligen Pfarrhaus an der Holperdorper Straße oder noch woanders. Einige Veranstaltungen werden im Gemeindehaus in Kattenvenne stattfinden müssen.

Uns ist bewusst, dass diese Situation für alle Beteiligten und Betroffenen mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden ist und das besonders den Kindergartenkindern, den Eltern und den Erzieherinnen sehr viel abverlangt wird.

Wenn aber alle etwas Verständnis, Improvisationsvermögen und Geduld aufbringen, werden wir diese durch höhere Gewalt verursachte Misere bald überstanden haben.

Für das Presbyterium

Elke Schmitte

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