Jahreslosung 2013

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13,14)

Hoffnung für das neue Jahr mit der biblischen Jahreslosung: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Doch das spricht zunächst gegen unsere Erfahrungen. Wer sucht denn schon die zukünftige Stadt, von der keiner so recht weiß, wie sie aussieht? Da hat man doch lieber, was man hat – und kennt. Lieber den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach... Und: Die versprochene zukünftige Stadt sieht regelmäßig nicht besser aus, sondern in der Regel erfüllen sich die Versprechungen nicht. Wie ist die Jahreslosung also gemeint?

Die "bleibende Stadt" sind die herrschenden Verhältnisse – die politischen, die sozialen, die religiösen. Sie bieten keine bleibende Stadt. Heimat finden wir nur bei Gott.

Um es ganz schlicht zu sagen: Wer sich zu Christus bekennt, wird bei ihm seine bleibende Stadt haben. Christus ruft uns aus den herrschenden Verhältnissen heraus. Wer sich darauf einlässt wird gestützt durch die Gewissheit, dass am Ende die Stadt, das Zuhause, die Heimat steht. Von dieser Verheißung leben wir. Daran erinnert uns die Jahreslosung.


Präses Nikolaus Schneider

Präses Nikolaus Schneider
(Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD)
zur Jahreslosung 2013

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