Revision des KiBiZ (Kinderbildungsgesetz)

Logo

Das Land NRW arbeitet zur Zeit an einer "Verbesserung" des KiBiZ. Dieses Gesetz, das vom Land als sehr positiv dargestellt wird und für alle Kindergärten bindend ist, hat aber auch seine "Tücken". Die Leiterinnen und Mitarbeiterinnen der evangelischen Kindergärten im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg haben ihre Bedenken in einem Brief an die Landesregierung zum Ausdruck gebracht.

Die Landesregierung betont, dass 100 Mio. € investiert werden, allerdings werden davon bereits 55 Mio. € für Sprachförderung und für Kindergärten in sozialen Brennpunkten ausgegeben. Die noch verbleibende Summe wird kaum spürbar sein in den restlichen Einrichtungen in NRW. Und so wird es hier keine Verbesserungen für die Arbeit und zusätzlichen Aufgaben geben!

Wir befürchten schlechtere Bedingungen für ein gehobenes Anforderungsprofil, denn schon jetzt ist die Situation in den Kindertageseinrichtungen für das Personal und die Kinder untragbar.

Die hohen und stets wachsenden Anforderungen führen zu einer enormen Arbeitsbelastung in unserem Berufsfeld. Dazu gehören z.B.:

Folge dieser Belastungen sind hohe Krankheitsstände und oft lange Ausfälle in der Praxis. Krankheitsvertretungen könnten eingesetzt werden – es fehlt jedoch freies Personal für die Vertretungsstunden.

Die jährliche Anpassung der Budgets von 1,5 % des Landes deckt nicht die reale Kostensteigerung, z.B. durch Tariferhöhungen, steigende Energiekosten, Müllgebühren (durch mehr U3-Kinder) Bauerhaltungsmaßnahmen usw. Auch die steigende Belastung durch immer mehr Mittagskinder wird in der Revision nicht bedacht. Es gibt keine Möglichkeit eine hauswirtschaftliche Kraft einzustellen, die die pädagogischen Mitarbeiterinnen sehr entlasten würde (für Küchendienst, Wäsche usw.).

Im kommenden Kindergartenjahr bekommen die evangelischen Kindergärten im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg eine Hauswirtschaftskraft, die über Kirchensteuermittel finanziert wird. (5 Std. für durchschnittlich 15 Kinder/Wo. und ab 16 Kindern durchschnittlich 10 Std./Wo.).
Dafür sind wir unserem Träger sehr dankbar!

Für eine qualitativ gute, verlässliche und nachhaltige Beziehungs- und Bildungsarbeit im Vorschulalter fordern wir Zeit und Geld – nur so können gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Bindungs- und Bildungsansprüche der Revision verantwortungsvoll umzusetzen.

Kinder sind unsere Zukunft!

Die Mitarbeiterinnen vom
Familienzentrum und Regenbogenkindergarten

Gemeindebrief            Startseite