In Taizé, einem kleinen Ort in Burgund in Frankreich, gibt es seit über 50 Jahren eine ökumenische internationale Ordensgemeinschaft, die Gottesdienste feiert, in deren Zentrum das Singen einfacher, häufig wiederholter Versstrophen steht. Diese Gesänge bilden den Rahmen für eine Zeit der Stille und Meditation. Einige dieser Gesänge stehen auch im Gesangbuch, Laudate omnes gentes (alle Völker lobt den Herrn) kennen Sie vielleicht.
Im vergangenen Jahr hat sich der "Kleine Chor Lienen" unter Leitung von Petra Jäkel die Mühe gemacht, 28 Taizé-Gesänge auf CD aufzunehmen, und zwar so, dass es leicht fällt, dazu mitzusingen. Das ist die musikalische Unterstützung für die vorgesehen Taizé-Andachten. Der Gesang klingt auf jeden Fall schön, auch wenn man selbst noch etwas unsicher ist. Ich habe das mit einer Gruppe Jugendlicher ausprobiert und dabei erfahren, dass wie von selbst die Freude am Singen und am Klang entsteht und sich so innere Ruhe einstellt.
Für die geplanten Andachten von etwa 30 Minuten Länge am Sonntagabend hat das zur Folge, dass zu Beginn nicht geübt wird bzw. werden muss, da es sehr einfach ist, sich einzufinden. Nach der Andacht ist für die, die das möchten, Zeit sich noch miteinander zu unterhalten, gemeinsam zu überlegen, wie die Andachtsform vielleicht noch verändert werden sollte - oder einfach noch weiter zu singen und wenn es gewünscht ist, auch Gesänge zu üben.
Abgesehen von den Grundelementen – den Gesängen und der Zeit der Stille/Meditation – ist die Taizé-Andacht eine offene Form, die in den Einzelheiten von denen gestaltet wird, die kommen.
Am besten, Sie erleben das einmal, um so herauszufinden, ob Ihnen diese Art von Gottesdienst gefällt und gut tut. Die Termine der nächsten Taizé-Andachten erfahren Sie unserer Termin-Übersicht
Hartmut Bethlehem