Internet-Café im Gemeindehaus

Ein Angebot nicht nur für junge Leute


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Das Projekt Internet-Café findet inzwischen seit Oktober 2000 statt. Wenn es nach der Besucherzahl geht, ist es im Moment das richtige Angebot. Zwischen 25 und 50 Jugendliche von etwa 11 bis 17 Jahren schauen am Montag und/oder Freitagnachmittag vorbei, treffen sich oder reservieren sich eine halbe Stunde einen der fünf Computer.

Anders als beabsichtigt ist die Bereitschaft, während dieser Zeit intensiv die Nutzung des Internets zu erlernen und einen "Internet-Führerschein" zu machen, allerdings sehr gering. Darum gibt es seit März 2001 spezielle Kurse. Dann stören die anderen nicht, es läuft keine Musik und die Rechner sind anders hingestellt - eben schulungsmäßig.

Noch länger auf sich warten lässt wohl die Erfüllung meines Wunsches, auch die kirchlichen Angebote im Internet bekannt zu machen und natürlich auch zu nutzen. Aber auch hierfür sind schon Ideen da.

Viel ausgeprägter war da die Bereitschaft von Frauen, die Nutzung des Internets zu erlernen. Über 20 Frauen sind am letzten Diestag im Februar gekommen, um kennenzulernen was die erwartet, was sie für Wünsche an die Inhalte haben und um sich für weitere Vormittage verbindlich anzumelden.

Da der Jugendkeller an den weiteren Vormittagen ungenutzt ist, treffen sich dort auch Senioren - als Vorgruppe sozusagen. Zunächst noch im kleinen Kreis klären sie und probieren aus, was wohl für Senioren - und dann auch Seniorinnen - im Internet interessant sein könnte und was wie vermittelt werden sollte. Wenn das alles klar ist, wird es spezielle Angebote für Senioren/Seniorinnen geben. Der Termin wird über die Zeitung dann bekannt gegeben.

Vielleicht geht es allerdings auf Dauer gar nicht immer um die Kurse, sondern darum, dieses neue Medium Internet - unterstützt durch andere in der gleichen Lebensphase - nutzen zu können, ohne gleich einen Computer zu kaufen. Das wäre dann ein Internet-Café für Senioren und Seniorinnen. Die Räume sind da - wenn auch Interessenten da sind , ist das also möglich. Könnte ja sein, dass das Internet genau zum Gegenteil dessen führt, was immer unterstellt wird: Nämlich nicht zur Vereinzelung, sondern dazu, sich zu treffen. Zumindest für viele Jugendliche ist das so.

Warten wir also noch ein bisschen, damit sich die vielversprechenden Ansätze entwickeln können.

Bilder vom Internet-Café

Hartmut Bethlehem

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